
Unter dem Motto «Schluss mit der Abzockerei – JA zur AHV am 30. November» demonstrierten am 15. November rund 3500 Menschen auf dem Zürcher Paradeplatz für eine Hilfe an private Banken mit präventiv wirkenden Bedingungen und harten Auflagen. Zudem forderten die Kundgebungsteilnehmenden echte Impulsprogramm für die Wirtschaft und ein Ja zur AHV am 30. November 2008.
Paul Rechsteiner verlangte eine "fundamentale Neuorientierung". Die wirtschaftliche und soziale Vernunft sei "auf unserer Seite", und das sei die Chance, eine Politik "der schamlosen Bereicherung oben und des Lohndrucks für alle andern, der Steuerprivilegien für die Reichen, der Privatisierungen und Liberalisierungen" zu beenden.
SP-Präsident Christian Levrat forderte die soziale Wende. Speziell krisitisierte er Bundesrätin Leuthard, die die Krise nur mit Samthandschuhen und wie berührungsscheu (eben nicht!) anpacke.
Weiter RednerInnen waren Daniel Vischer, Grüne, Sandra Vögeli von der Unia-Jugend und die attac-Sprecherin Florence Proton. Franz Hohler erheiterte die DemonstrantInnen mit der Erklärung von Begriffen wie Bank crash oder hedge fonds. Pedro Lenz, Schriftsteller, formulierte wie folgt: "Wir maches nid ohni/ verdoppleti Boni/ Wir lache und grinse/ und läbe vo Zinse/ ..."
Die Auftritte von Rapper Greis und der italienischen Ska-Band «Banda Bassotti» sorgten für die heissen Rhythmen auf dem kalten Bankenplatz.