Das Bundesamt für Landwirtschaft BLW hat den Einsatz von Antibiotika (
Streptomycin) gegen den Feuerbrand zugelassen. Die Bedenken anderer Bundesämter, der Naturschutzorganisationen, der ImkerInnen und Biobauern und -bäuerinnen wurden einfach ignoriert.
Der Einsatz von Antibiotika gegen das Feuerbrandbakterium ist aus verschiedenen Gründen problematisch. Streptomycin greift nicht nur das Feuerbrandbakterium an, sondern auch andere, nützliche Bakterien im Umfeld. Über den Abbau von Antibiotika in der Umwelt und über den Einfluss der entstehenden Abbauprodukte ist heute noch wenig bekannt. Bekannt ist aber, dass z.B. unser Honig in Zukunft Rückstände von Antibiotika aufweisen wird.
Dieser Entscheid gefährdet unsere Umwelt und unsere Gesundheit. Immer öfter werden bei Menschen Antibiotikaresistenzen festgestellt. Diese können bis anhin oft harmlose Erkrankungen zu lebensgefährlichen Risiken machen. Nun soll Antibiotika auch noch in der freien Natur versprüht werden. Das ist fahrlässig, unnötig und gefährdet uns alle!
Gemeinsame Medienmitteilung von Pro Natura, Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz und WWF