Nein zur Erhöhung der Studiengebühren, Nein zum Abbau bei der Bildung
Gut 1000, meist junge Leute, haben heute in Zürich gegen die Erhöhung der Studiengebühren demonstriert. Sie forderten den Kantonsrat auf, den Antrag auf Verdoppelung der Studiengebühren für Uni und Fachhochschulen abzulehnen.
Das grundsätzliche Ziel einer guten Bildungspolitik muss es sein, möglichst vielen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine möglichst gute Bildung zu ermöglichen. Studiengebühren stellen aber eine finanzielle Hürde zum Hochschulzugang dar und verunmöglichen oder verringern die Chancengleichheit. Sie machen den Zugang zu einer Hochschule vom Portemonnaie der/des Einzelnen abhängig!
Leider sieht es aber schlecht aus, für die Studierenden im Kanton Zürich. Eine breite, rechte Allianz von CVP, GLP, FDP und SVP sind nämlich entschlossen, bei den Studierenden Geld zu sparen, das sie dann den Reichen in Form von Steuergeschenken zukommen lassen wollen. In den Augen der Bürgerlichen sollen also der Reichtum der Eltern und nicht die Intelligenz und Begabung zu einem entscheidenden Kriterium für ein Studium werden.
Es leuchtet auch mir wirklich nicht, warum gerade beim Zukunftsrohstoff Bildung die Sparschraube so radikal angezogen wird. Es bestehen nämlich bereits viele fortschrittliche Schulkonzepte zur Förderung individueller Begabung. So am Gymnasium Oberwil/BL und der Unterstufe Prisma Schule in Wil/SG, wo jedes Individuum durch auf ein seine auf seine Fähigkeiten und Interessen abgestuftes Lernprogramm in der Mathematik, Fremdsprachen usw. erhält. Aber wie lässt sich nun verhindern, dass der Spardruck bei der Bildung solche fortschrittlichen Bildungskonzepte nicht deren weitere Verbreitung und Stagnation bringt? Ja, mit diesen Zeilen freue ich mich, im Januar 2010 wieder von Ihnen zu hören, und verbleibe mit freundlichen Grüssen
D.Blickenstorfer