Die Schweiz hat sich die Teilnahme an der WM in Südafrika gesichert. Gratulation!
Im Vorfeld einer Fussballweltmeisterschaft wird sehr viel gebaut und sehr viel Geld verdient. Damit diese Gelder nicht nur in die Taschen von wenigen reichen, mächtigen Unternehmern fliessen, sondern auch die ArbeiterInnen auf den Baustellen etwas davon erhalten, wurde die Kampagne Fair Games – Fair Play gestartet.
Die Kampagne fordert, teilweise schon erfolgreich, die Erhaltung bzw. Schaffung menschenwürdiger Arbeitsplätze, die Gewährleistung der Arbeitsrechte, soziale Sicherheit, die Gleichstellung von Frauen und Männern sowie sozialen Dialog.
Für die FIFA World Cup 2010 in Südafrika werden 5 Stadien neu gebaut:
- African Renaissance Stadium (Green Point), Cape Town
- Moses Mabhida Stadium, Durban
- Nelson Mandela Stadium, Port Elizabeth
- Mbombela Stadium, Nelspruit
- Peter Mokaba Stadium, Polokwane
Die Kosten der Stadionneubauten bzw. –umbauten belaufen sich auf rund 14 Mrd. Rand (= CHF 1.6 Mrd.). Davon sind 11.5 Mrd. Rand Investitionen der Zentralregierung.
Die Gesamtinvestitionen der öffentlichen Hand in Infrastrukturprojekte, die in direkter Relation zum FIFA World Cup 2010 stehen, machen mindestens 33 Mrd. Rand aus (= CHF 3.8 Mrd.). Aktuelle Schätzungen gehen von einer noch höheren Summe aus wegen gestiegener Importpreise aufgrund der Abwertung des Rand.
Der FIFA World Cup 2010 trägt schätzungsweise 55 Mrd. Rand (= CHF 6.3 Mrd.) zum Bruttoinlandsprodukt Südafrikas bei.
Insgesamt versprach man sich vom FIFA World Cup 415´000 neue Jobs. Ursprünglich war man von 159´000 Jobs ausgegangen, diese Zahl wurde dann drastisch nach oben korrigiert und dürfte nicht realistisch sein.
Südafrika erwartet während der 4-wöchigen Weltmeisterschaft knapp 500´000 ausländische BesucherInnen.
Alles in allem ist die WM also ein ganz grosses Geschäft. Davon müssen auch die Arbeitnehmenden in Südafrika profitieren!